Die Bedeutung von Famtrips im Reisevertrieb

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„Ach, fährst du schon wieder in den Urlaub?“ oder „Beruflich am Strand liegen – so einen Job hätte ich auch gerne mal!“ Jeder Expedient kennt Sätze wie diese zu Genüge.
Informationsreisen oder international auch als Famtrips bekannt, erfreuen sich heute gleichermaßen großer Beliebtheit wie schon vor 50 Jahren oder gar noch länger. Sie sind aus den klassischen Schulungsmaßnahmen in der Touristik nicht wegzudenken. Mehr noch: Sie sind oftmals tatsächlich ein Highlight und auf jeden Fall ein besonderes Pro-Argument, um sich für einen Job in der Reisebranche zu entscheiden. Was sie jedoch nicht sind: Urlaub!

Famtrips gibt es organisiert von Reiseveranstaltern, um die Expedienten am Counter zu unterstützen. Tourism Boards organisieren sie, um wiederum die Reiseveranstalter in Form von Produktmanagern von sich zu überzeugen. Und dann gibt es noch übergreifende Organisationen, die sich möglichst neutral geben und für alle offen sind. Bestes Beispiel hierfür im deutschen Markt ist die Willy-Scharnow-Stiftung, die seit mehr als 70 Jahren Informationsreisen in die verschiedensten Zielgebiete anbietet. Die Idee dahinter damals: Den Nachwuchs zu fördern. Den jungen Mitarbeitern sollten in der Nachkriegszeit, als die Reisebranche ein unglaubliches Wachstum aufnahm, die Destinationen und Völker nähergebracht werden, um sie für die Beratung zu rüsten und ihnen bessere Berufsqualifikation zu ermöglichen.[1]

Jeder Produktmanager und jeder Expedient hat garantiert schon mal an einer Informationsreise teilgenommen. Aber was sind die Vorteile einer solchen genau?

Praktische Erlebnisse sind stärker als die Theorie
Reiseführer, Webseiten, Webinare, E-Learning – die Liste an Quellen für die theoretische Wissensvermittlung ist lang. Aber nichts bleibt so intensiv im Gedächtnis hängen wie ein eigener Besuch im Zielgebiet. Hier lässt sich ein Querschnitt des touristischen Angebots selbst erleben und die Teilnehmer bekommen ein gutes Gefühl dafür, welche Kunden sich dort wohl fühlen und einen rundum schönen Urlaub verbringen werden. Auch wird das Wissen auf eine breitere Basis gestellt und der Expedient zieht Zielgebiete in Betracht, die er vorher nicht unbedingt im Relevant Set hatte.
Daraus entsteht später eine authentische Beratung aufgrund selbst gemachter Erfahrungen, die definitiv den Umsatz steigern kann. So hat Dertour, Europas Reiseveranstalter Nummer 2, über mehrere Jahre hinweg den Effekt nachverfolgt und kann bestätigen: Die Gastgeberländer der Schulungskonzepte vor Ort von Dertour erfuhren jeweils im Folgejahr einen Buchungsboom – mit positiver Auswirkung für die Reisebüros und die Destinationen selbst.[2],[3]

Networking und Zusammenarbeit stärken
Die Teilnahme an Famtrips erweitert das eigene Netzwerk. Sei es als Expedient, der die direkten Kontakte der Hoteliers erhält und so die Möglichkeit nutzen kann, für einen besonderen Stammkunden eine Aufmerksamkeit zu ermöglichen.
Dies gilt aber ebenso für die Kontakte zwischen Produktmanagern und DMCs, Reiseleitern oder touristischen Stätten. Besonders für Produktmanager gilt hier: Oftmals besteht der Kontakt mit den Partnern im Zielgebiet sogar schon, zumindest via E-Mail oder Videocall. Aber ein persönliches Treffen direkt vor Ort stärkt die Zusammenarbeit um ein Vielfaches und zeigt dem Partner seine Bedeutung.
Nicht zuletzt ist auch das Netzwerk der Teilnehmer untereinander wertvoll. Hier können alle auch im Nachhinein voneinander lernen: Die Jüngeren erhalten Tipps für Beratung und Verkauf, die Älteren vielleicht im Umgang damit, die Erlebnisse für die eigenen Social-Media-Kanäle zu nutzen.

Sichtbar sein: Famtrips für Social Media nutzen
Die Teilnahme an einem Famtrip ist viel zu wertvoll, um nicht darüber zu sprechen! Viele Kunden wissen es zu schätzen, wenn ihre Vertrauensperson aus dem Reisebüro ein möglichst breites Wissen über die Destinationen hat. Je mehr Länder und Regionen der Expedient besucht hat, umso kompetenter wirkt das auf den Kunden. Doch zum Glück muss man heute nicht mehr jeden Kunden nach einer Inforeise anrufen und darüber berichten. Mittlerweile verfügt jedes gute Reisebüro über einen oder mehrere eigene Social Media-Kanäle. Was gibt es da Besseres, als direkt über die neu gewonnenen Zielgebietserfahrungen zu berichten? Ob mit zusammenfassenden Posts im Nachhinein oder mit Reels direkt von der Tour, hier sind keine Grenzen gesetzt. Das zahlt nicht nur auf den Kompetenzfaktor ein, sondern bringt auch wertvollen Content für Social Media und hilft, den Account lebendig zu gestalten und im besten Fall sogar, die Reichweite zu erhöhen.[4] Das wiederum bringt potenzielle neue Kunden.
Noch nicht so fit im Umgang mit Social Media? Dann gibt es sogar Informationsreisen, die genau das schwerpunktmäßig vermitteln.[5]

Incentive und Mitarbeiterbindung
Der Fachkräftemangel macht auch vor der Reisebranche nicht halt. Ungefähr 2/3 der Reisebüros empfinden einen Fachkräftemangel.[6] Gründe dafür sind vielfältig, aber klar ist: in der Reisebranche wird nicht herausragend bezahlt. Das durchschnittliche Jahreseinkommen der Tourismuskaufleute liegt unter dem Durchschnitt der Einkommen im Dienstleistungsbereich.[7],[8]
Umso wichtiger ist es, Anreize in anderen Aspekten zu schaffen. Ein solcher kann die Unterstützung und Förderung im Bereich Famtrips sein. Viele Reisebüroinhaber haben verstanden, dass dieses Thema wichtig ist. So reicht der Umgang hier von bezahlten Arbeitstagen für mindestens eine Informationsreise im Jahr bis hin zu finanzieller Beteiligung, sofern die Expedienten die Reise während des eigenen Urlaubs unternehmen.[9] Und auch für hohe generierte Umsätze darf es mal eine Teilnahme an einem Famtrip sein.
Bereits Auszubildende können so für gute Leistungen belohnt oder emotional an den Ausbildungsbetrieb gebunden werden. Schließlich gehört der Famtrip mit zu den schönsten Seiten des Berufs im Reisebüro![10]

Famtrips bei KLEBER GROUP
Im Zuge des 360°-Ansatzes bei der Betreuung und Repräsentanz von touristischen Destinationen stehen auch bei der KLEBER GROUP Famtrips hoch im Kurs.
Da wir in der Regel die Reiseveranstalter als Multiplikatoren sehen, ist es nur logisch, Famtrips für Produktmanager anzubieten, die dann die Zielgebiete persönlich kennen lernen können. Aufgrund unserer Expertise wissen wir genau, welche Reiseveranstalter wir für welchen Kunden empfehlen können und welche Zusammenarbeit perspektivisch sinnvoll ist. Je nach Wünschen unserer Kunden (z.B. Sitz des Veranstalters oder auch die Frage, ob bereits die Destination angeboten wird oder es ein neues Produkt wäre) sprechen wir dann gezielt Partner an und sorgen so für die optimale Zusammensetzung der Famtrip-Gruppe.
Wir organisieren die Tour und den Reiseverlauf Hand in Hand mit unserem Kunden und garantieren so ein positives Famtrip-Erlebnis auf beiden Seiten.
Neben der Organisation im Vorfeld sorgen wir auch vor Ort für einen reibungslosen Ablauf und begleiten die Touren persönlich. So stärken wir die Zusammenarbeit mit dem Kunden vor Ort, sorgen aber auch in der Wahrnehmung der Teilnehmer für eine Rundumbetreuung.
Ein aktuelles Beispiel eines gelungenen Famtrips mit durchweg positivem Feedback: die Tour nach Litauen im Mai 2025! Mit einer kleinen, aber feinen Gruppe von 5 ausgewählten Produktmanagern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ging es nach Vilnius, Kaunas und auf die Kurische Nehrung. Das Programm begeisterte die Teilnehmer ebenso wie die Gastfreundschaft der Leistungsträger vor Ort und das hochwertige Hotelangebot. Perfektes Wetter und ausgezeichnete kulinarische Erlebnisse rundeten die Reise ab.

 

[1] https://www.willyscharnowstiftung.de/wir-ueber-uns/

[2] https://www.fvw.de/counter/verkauf/-ran-an-die-info-reise–aber-richtig-195115

[3] https://www.fvw.de/touristik/veranstalter/interview-mit-dertour-fuehrungstrio-die-expedienten-koennen-durch-campus-live-besser-beraten-243637

[4] https://www.countervor9.de/weekend/work/reisebuero-stiefvater-schickt-azubis-auf-eigene-inforeisen

[5] https://www.touristik-aktuell.de/nachrichten/veranstalter/news/datum/2024/01/09/schauinsland-startet-mit-social-media-info-und-famtrip-ins-jahr/

[6] https://reisezukunft.de/forschungsergebnisse/reisebuerobefragung/

[7] https://www.stepstone.de/gehalt/Tourismuskaufleute.html#:~:text=Arbeitnehmer%2C%20die%20in%20einem%20Job,und%203.233%20%E2%82%AC%20im%20Monat.

[8] https://www.destatis.de/DE/Themen/Arbeit/Verdienste/Verdienste-Branche-Berufe/Tabellen/bruttomonats-verdienste-stichmonat.html

[9] https://www.fvw.de/counter/verkauf/-ran-an-die-info-reise–aber-richtig-195115

[10] https://www.countervor9.de/weekend/work/reisebuero-stiefvater-schickt-azubis-auf-eigene-inforeisen

KLEBER GROUP launcht KAPITAL by KLEBER GROUP

Ausbau der globalen Investor Relations Unit und Stärkung der FDI-Beratung für Destinationen und Hospitality-Projekte.