JOMO-Travel – Was steckt hinter dem Reisetrend?

JOMO TRAVEL ITALY

Wer frischen Wind in seine Urlaubsplanung bringen möchte, der sollte sich die aktuellen Reisetrends anschauen, denn Trends kommen und gehen, einige davon bleiben. Ein Trend erobert aber derzeit die Reisewelt: JOMO-Travel. Dies steht kurz für „Joy of missing out“ und bezieht sich darauf, dass man beim Reisen richtig abschaltet und auch einfach mal ohne schlechtes Gewissen etwas auslässt – kein Stress, kein Druck, kein Gehetze. Dies kennen viele nur allzu gut aus ihrem Alltag. Damit ist JOMO der Gegenentwurf zu FOMO, was kurz für „Fear of missing out“ steht, also die Angst, etwas zu verpassen oder auszulassen. Letzteres kommt gar nicht so selten vor, denn viele sind im Digitalen Zeitalter stetig von neuen Impressionen und vermeintlich besseren Lebensrealitäten umgeben. Dabei kann die Angst, nicht mithalten zu können oder etwas zu verpassen, weil man sich permanent mit anderen vergleicht, entstehen und ist dementsprechend oft omnipräsent.

Laut dem datenbasierten Reisetrendreport Unpack´25 von Expedia und FeWo-direkt setzt sich der JOMO-Reisetrend aber immer mehr durch. Demnach wünschen sich 88 Prozent der deutschen Reisenden einen JOMO-Urlaub und bei den jüngeren Befragten bis 34 Jahre sind es sogar 90 Prozent. Dass ein JOMO-Urlaub dabei hilft Stress und Ängste abzubauen, gaben 62 Prozent an und fast die Hälfte sagte, dass sie durch diese Art des Reisens schöne Momente und ungestörte Zeit mit ihren Liebsten verbringen können. Darüber hinaus sind Reisende der Meinung, dass sich JOMO-Reisen positiv auf ihre mentale Gesundheit sowie ihr allgemeines Wohlbefinden auswirken kann.

Wie sieht der perfekte JOMO-Urlaub aus?

Die globalen Umfragedaten von Unpack´25 – es wurden 25.000 erwachsene Personen in 19 Ländern, die in ihrer Freizeit gereist sind oder dies in den nächsten drei Jahren planen, befragt – zeigen, dass die beliebtesten Arten von Ferienunterkünften für JOMO-Travel charmante Strandhäuser, abgelegene Häuser am See und gemütliche Bergchalets sind. JOMO-Reisende suchen zudem nach Unterkünften mit Pool, ruhigem Garten, Whirlpool und Terrasse mit Aussicht, um zu entspannen und bewusst abzuschalten.

Die Grundessenz von JOMO-Travel ist jedoch einfach mal nichts zu tun, herunterzufahren und auszuschlafen, ganz ohne den Druck möglichst viel erleben zu müssen oder die perfekten Urlaubsbilder zu knipsen. Es geht demnach eher darum, auf die eigenen Bedürfnisse zu hören, sich zu entspannen und sein Handy auch einfach mal beiseitezulegen. Keine Mails lesen und auch nicht der nächsten Story auf Instagram folgen und sich dabei denken, warum das Leben bei anderen immer so leicht und luxuriös aussieht. Wichtig ist, dass ein Rückzugsort gefunden wird, bei dem man voll und ganz loslassen kann, in den Moment hineinlebt und der nicht umgeben ist von allzu vielen Verlockungen. Der nächste Sightseeing-Marathon oder Roadtrip kann warten.

Wohin am besten reisen für eine JOMO-Auszeit?

Laut Daten von FeWo-direkt besteht ein anhaltendes Interesse an Strand- und Bergzielen, die zum Entspannen einladen. Diese Angaben basieren auf den Suchanfragen auf FeWo-direkt zwischen dem 1. Januar und dem 4. Juli 2024 im Vergleich zum 1. Januar bis 4. Juli 2023. Für die Plattform Reisereporter sind es konkret Länder wie die Niederlande, Dänemark, Finnland, Italien oder Südtirol, da man fernab vom geschäftigen Trubel der Großstädte abgeschiedene, friedliche Oasen findet – vorzugsweise in Ferienhäusern, Berghütten oder Chalets – die beim Entschleunigen und Entspannen helfen, ohne viel verlockende Ablenkungen. Bei JOMO-Travel geht es darum, die Hektik des Alltags zu vergessen und die Seele baumeln zu lassen – dies geht aber nicht nur in privaten Ferienunterkünften, sondern auch in Hotels, die privat gelegene Villen oder Suiten haben.

Auch an der Algarve, erst kürzlich bei den World Travel Awards 2024 erneut als „World’s Leading Beach Destination“ ausgezeichnet, gibt es mit eleganten Ferienunterkünften wie beispielsweise von sevencollection diese gesuchten, friedlichen Oasen, bei denen man seinem eigenen Rhythmus folgen und einfach mal in den Tag hineinleben kann. Sonne im Gesicht, Salz auf der Haut und die Füße tief in den feinen Sandstrand vergraben – ob andere der nächsten Surfwelle hinterherjagen, bei ausgedehnten Shoppingtouren dem besten Schnäppchen hinterherjagen oder nach dem besten Instagram-Spot suchen, dies alles steht beim JOMO-Reisen völlig im Hintergrund. Doch auch abseits der Ferienhaus-Kleinode gibt es Destinationen und Rückzugsorte, die zum Slow Living und Abschalten einladen.

So bieten viele Resorts auf den Malediven ihren Gästen abgeschiedene Strandvillen mit eigenem, direktem Zugang zum Meer an. Diese privaten Rückzugsorte haben zudem oftmals einen eigenen kleinen Pool, so dass man ungestört ins kühle Nass springen und sich erfrischen kann, mit einem paradiesischen Blick auf den azurblauen Ozean. Danach ein gesunder Snack aus der Hotelküche oder eine vitalisierende Massage, ohne davon mehrere Fotos zum Herumzeigen zu schießen – so kann JOMO aussehen.

Auf Mallorca gibt es viele kleine Boutique Hotels oder so genannte Agrotourismushotels wie das Son Sabater by Zafiro, die sich dem Slow-Living-Konzept verschrieben haben. Wandern durch biologische Gärten, die Flora und Fauna der Insel erkunden oder beim süßen „Nichtstun“ auf der Poolliege, den Blick auf die umliegende Landschaft oder in ein gutes Buch gerichtet – dies alles macht einen entschleunigenden JOMO-Urlaub aus. Dass man dabei vielleicht neue, kleine Details entdeckt, die in Erinnerung blieben und einen nachhaltig positiv stimmen können, steht außer Frage. Ob für ein verlängertes Wochenende oder eine Woche, spielt dabei keine Rolle. Wer die Auszeit richtig nutzt, kann auch in wenigen Tagen neue Energie durch ein wenig Müßiggang schöpfen, ganz dem neuen JOMO-Reisetrend folgend.

 

 

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