Frankfurt/M., 10. Juni 2026. Von ikonischen Marathons über Trekkingtouren bis hin zu naturschutzorientierten Lauf-Events: Der afrikanische Kontinent entwickelt sich zu einer der spannendsten Urlaubsregionen für Sport- und Aktivreisen. Während die Nachfrage nach aktiven Urlaubserlebnissen kontinuierlich steigt, suchen immer mehr Reisende nach authentischen Erfahrungen, die sportliche Herausforderungen mit Natur und lokaler Begegnung verbinden.
Laut UN Tourism entfallen bereits rund 10 Prozent der weltweiten Tourismusausgaben auf den Sporttourismus. Tendenz stark steigend. Das Weltwirtschaftsforum prognostiziert, dass der globale Markt für Sporttourismus von rund 609 Milliarden US-Dollar im Jahr 2023 auf bis zu 1,7 Billionen US-Dollar bis 2032 wachsen könnte. Branchenanalysen gehen von jährlichen Wachstumsraten von rund 17 Prozent bis 2030 aus. Außergewöhnliche, neue Destinationen gewinnen an Attraktivität.
„Der afrikanische Kontinent bietet eine einzigartige Kombination aus spektakulären Landschaften, authentischen kulturellen Begegnungen und professionell organisierten Sportveranstaltungen, die nicht überlaufen sind“, sagt Hanna Kleber, Gründerin von Voice4Africa. „Für viele Reisende geht es heute längst nicht mehr nur um reinen Urlaub, sondern um transformative persönliche Erfahrungen, die lange in Erinnerung bleiben.“
Große und auch kleinere Sportevents auf dem Kontinent schaffen wirtschaftliche Impulse und fördern ländliche Gemeinden, Naturschutzprojekte sowie die touristische Entwicklung ganzer Regionen.
Südafrika: Marathons mit internationaler Strahlkraft
Südafrika hat sich zu einer der führenden Destinationen für Sporttourismus in Afrika etabliert. Der Comrades Marathon in KwaZulu-Natal, laut Guinness World Records der älteste und größte Ultramarathon der Welt, zog 2025 mehr als 22.000 Läuferinnen und Läufer an und sorgt für erhebliche touristische Wertschöpfung in den Regionen Durban und Pietermaritzburg. Hotels und Unterkünfte verzeichnen während der Veranstaltungswoche eine außergewöhnlich hohe Auslastung.
Auch Kapstadt gehört zu den Hotspots für internationalen Marathon-Tourismus. Der Cape Town Marathon steht als erstes Lauf-Event in Afrika kurz vor der Aufnahme in die renommierte Serie der World Marathon Majors und verzeichnet eine stetig steigende Zahl internationaler Teilnehmer. Insgesamt fanden in Südafrika 2025 nicht weniger als 138 Marathon- und Ultralaufveranstaltungen statt. Im Rahmen der großen Lauf-Events werden auch kürzere Distanzen angeboten, die den Fokus auf Community und gemeinsames Erleben legen, wie etwa der fünf beziehungsweise zehn Kilometer lange Peace Run in Kapstadt.
Kenia, Tansania und Uganda: Ausdauersport, Naturschutz und soziale Wirkung
Sportveranstaltungen auf dem afrikanischen Kontinent verbinden athletische Leistung mit unmittelbarem Impact vor Ort. Sowohl der ForRangers Ultra als auch der Lewa Safari Marathon kombinieren anspruchsvolle Strecken mit Wildtierschutz und Safari-Erlebnissen. Während der 230 Kilometer lange ForRangers Ultra durch fünf Wildschutzgebiete in der Laikipia-Region am Fuß des Mount Kenya führt und 2025 rund 150.000 Euro für Ranger- und Tierschutzprojekte generierte, verläuft der Lewa Safari Marathon durch ein aktives Nashornschutzgebiet, dessen Arbeit vom Erlös des Rennes unterstützt wird.
Auch die ländlichen Gemeinden profitieren von den Aktivtouristen. So arbeiten beispielsweise die Organisatoren des Kilimanjaro Marathons in Tansania mit Community-Projekten in der Umgebung des ikonischen Berges zusammen. Im Nachbarland Uganda zeigt der Rwenzori Marathon, wie neue Sportveranstaltungen touristische Impulse in bislang wenig erschlossenen Regionen setzen können. Die Strecke verläuft durch Gemeinden rund um das Rwenzori-Gebirge und ermöglicht eindrucksvolle Naturerlebnisse in einer der landschaftlich reizvollsten Regionen Ostafrikas.
„Der Marathon stärkt unsere ländlichen Communities in Rwenzori. Die lange unterschätzte Region Kasese hat sich zu einem Anziehungspunkt für internationale Läufer und Naturbegeisterte entwickelt. Anmeldungen aus 34 Ländern sowie Auslastungen von über 75 Prozent in Hotels und Lodges verdeutlichen das wirtschaftliche Potenzial, das Sporttourismus für die Region schaffen kann“, erklärt Initiator des internationalen Laufes und Tourenveranstalter Amos Wekesa.
Angola: Als laufender Pionier durch unberührtes Terrain
Auch weniger bekannte Destinationen beginnen, Sport-Events gezielt für die Tourismusentwicklung zu nutzen. In Angola gewinnt insbesondere der Meia Maratona da Paz in Luanda an Bedeutung, ein Halbmarathon, der den Frieden im Land feiert und zunehmend internationale Teilnehmende anzieht. Im malerischen Hochland von Huíla gehört der Água da Chela Lubango Halbmarathon zu einem der landschaftlich beeindruckendsten Laufereignissen des Landes.
Trailrunning im Iona National Park bietet extrem abgelegene, raue Wüstenerlebnisse in einer der ältesten Wüsten der Welt. Bislang fanden hier vor allem Trailrunning-Testläufe für Ranger statt, doch die Naturschutzorganisation African Parks will zukünftig organisierte Outdoor-Angebote auch für Besucher zugänglich machen. Der 15.000 Quadratkilometer große Park im Norden der Namib ist geprägt von Sanddünen, felsigen Ebenen, uralten Welwitschia-Pflanzen und einer beeindruckenden Küstenlandschaft.
Trekking als besondere Naturerfahrung
Neben organisierten Lauf-Events wächst auch die Nachfrage nach individuellen Trekking- und Outdoor-Erlebnissen auf Afrikareisen. Die Besteigung des Kilimandscharo in Tansania zählt weiterhin zu den legendärsten Aktivreisen Afrikas und zieht jedes Jahr tausende internationale Besucherinnen und Besucher an.
In vielen Regionen Ost- und Südafrikas werden Trekking-, Trailrunning- und Mehrtageswandertouren Teil nachhaltiger touristischer Angebote, die Naturerlebnis, lokale Wertschöpfung und kulturelle Begegnungen miteinander verbinden. Afrikanische Reiseziele sind damit hervorragend positioniert, um von der wachsenden Verbindung aus Sporttourismus, Abenteuerreisen und Nachhaltigkeit zu profitieren und sich zugleich als Destinationen für eine wachsende, altersübergreifende Zielgruppe aktiver, bewusst reisender Gäste aus aller Welt zu etablieren.
Über Voice4Africa
VOICE4AFRICA ist eine Initiative der KLEBER GROUP, einer Full-Service Marketing und PR-Agentur mit speziellem Fokus auf Tourismus und langjähriger Afrika-Expertise. Gemeinsam mit Afrika-Reiseveranstaltern fördert die Initiative verantwortungsvollen Tourismus nach Afrika als Mittel zur Völkerverständigung und Motor für nachhaltiges Wachstum. Voice4Africa ist Gründungsmitglied der Wirtschaftsinitiative ReThinking Africa und Preisträger des Corps Touristique Award für Völkerverständigung.
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Bildrechte: Sporttourismus in Afrika © Mark Sampson/Cape Town Marathon