Durch historische Hafen- und Burgstädte streifen, traditionelles Handwerk entdecken und Menschen begegnen, die das kulturelle Erbe ihrer Heimat bewahren und für kommende Generationen lebendig halten.
Frankfurt am Main/Setouchi, 29. September 2026 – Im Küstenraum, zwischen Honshu, Shikoku und Kyushu, begeistert die Region Setouchi ihre Besucher mit eindrucksvollen Naturlandschaften – von der Inselwelt des Seto-Binnenmeers bis hin zu imposanten Gebirgszügen. Kein Wunder, dass sie bei Reisenden so beliebt ist. Doch Setouchi bietet weit mehr als eine grandiose Kulisse. Die Region erzählt auch eine faszinierende Geschichte davon, wie aus bewahrtem Erbe gelebte Kultur wird.
Takehara – Traditionelle Handwerkskunst erleben
Die Hafenstadt Takehara am Seto-Binnenmeer entwickelte sich bereits in der Muromachi-Zeit (1330–1570) zu einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt. Ihre Geschichte prägt das Stadtbild bis heute: Bürgerhäuser aus der mittleren Edo-Zeit bis zur Meiji-Ära (1700–1912) sind gut erhalten, während ehemalige Banken, Wirtshäuser und Sake-Brauereien heute teilweise als Unterkünfte für Gäste zur Verfügung stehen. Diese enge Verbindung von historischem Erbe und moderner Nutzung hat Takehara den Beinamen „Kleines Kyoto von Aki“ eingebracht.
Apropos Sake: Zu den besonders eindrücklichen Erlebnissen in Takehara zählt ein Besuch der Sake-Brauerei Fujii Shuzo. Den Abschluss bildet eine Verkostung mit Blick auf den Innenhof. Die Brauerei hält an traditionellen Herstellungsweisen fest und bietet mehr als ein reines Tasting: Sie lässt Gäste in das kulturelle Erbe des Sake eintauchen.
Fujii Shuzo Sake Brewery, Takehara, Präfektur Hiroshima
Preis: kostenlos (ausgewählte Verkostungen gg. Gebühr und vorheriger Anmeldung)
Anreise: etwa 15 Gehminuten vom Bahnhof Takehara entfernt
Kontakt: www.takeharakankou.jp/en/spot/14795/
Udatsu Townscape – Die Geheimnisse von „Japan Blue“
„Udatsu“ heißen die Brandschutzmauern, die die Bürgerhäuser in Mima, genauer gesagt auf der Altstraße Udatsu Townscape, schmücken. Einst waren sie ein Zeichen großen Wohlstands. Heute steht das historische Häuserensemble unter Denkmalschutz. Die Häuser stehen hier seit Generationen, einige noch aus der Edo-Zeit (1603–1868). Was einst Reichtum verkörperte, ist heute ein wichtiger Teil des japanischen Kulturerbes.
Udatsu Townscape bewahrt aber nicht nur traditionelle Architektur, sondern auch altes Handwerk: Workshops bieten die besondere Gelegenheit, das Indigofärben zu erleben. „Awa-ai“, bekannt als „Japan Blue“, war ein derart kostbarer Indigofarbton, dass seine Rezeptur streng gehütet und sein Vertrieb kontrolliert wurde. Heute können Besucher diesen Geheimnissen auf die Spur kommen – umgeben vom prächtigen historischen Flair des Ortes.
Yamauchi Indigo Dyeing Workshop, Mima, Präfektur Tokushima
Preis: gefärbte Stücke ab 1.320 Yen (ab ~7,40 Euro)
Anreise: etwa zehn Minuten mit dem Taxi vom Bahnhof Anabuki
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Historisches Kurashiki Bikan District – Wo Vergangenheit auf Gegenwart trifft
Am Kurashiki-Fluss liegt das historische Viertel Bikan mit seinen weißen Fassaden. Im 17. Jahrhundert stand Kurashiki als „Tenryō“ (Sonderverwaltungsgebiet) direkt unter der Kontrolle des Shogunats. Als wichtiger Umschlagplatz für Waren entwickelte sich die Stadt zu einem florierenden Handelszentrum, in dem einflussreiche Kaufleute zu Wohlstand gelangten. Davon zeugen bis heute die „Kurayashiki“, Lagerhäuser für Reis und andere Agrarprodukte. Als Denkmäler der Vergangenheit stehen sie heute neben modernerer japanischer Architektur und bilden einen reizvollen Kontrast.
Auf der Discover Kurashiki Bikan Historical Quarter Walking Tour lernen Besucher die Geschichte des Viertels kennen und erfahren, wie Vergangenheit und Gegenwart in Kurashiki miteinander verbunden sind. Die Guides erzählen Geschichten, die über Generationen weitergegeben wurden, und halten so alte Traditionen lebendig.
Discover Kurashiki Bikan Historical Quarter Walking Tour, Kurashiki, Präf. Okayama
Preis: ab 13.200 Yen (ab ~75 Euro) pro Person
Anreise: etwa 13 Gehminuten vom Bahnhof Kurashiki
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Neues Leben für die Burgstadt Ōzu – Geschichten vergangener Generationen
Die Burgstadt Ōzu blieb von den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs verschont. Entsprechend konnte sie ihr reiches architektonisches Erbe aus der Edo- und Meiji-Zeit bewahren und rückt es heute bewusst in den Fokus. Einst war das „Kleine Kyoto von Iyo“ ein blühender Ort. Später schrumpfte zwar die Bevölkerung, doch die Gebäude blieben erhalten. Ōzus Geschichte handelt jedoch nicht nur von Kulturpflege, sondern auch von kultureller Erneuerung. Gemeinschaftlich getragene Projekte beleben das historische Stadtbild neu: Einst leerstehende Gebäude werden vor allem zu Besucherunterkünften umgestaltet.
Durch die Stadt führen die „Tsumugi-bito“, also Einheimische. Angestoßen wurde die Initiative von der Stadt Ōzu, durchgeführt wird sie jedoch von den Bewohnern. Sie sorgten sich darum, ihre lokale Identität und die Verbindung zu früheren Generationen zu verlieren. Aus ihrer Perspektive erfahren Besucher von einer reichen Vergangenheit, vom unermüdlichen Einsatz für ihre Stadt im Hier und Jetzt und von der Hoffnung, dieses kulturelle Kleinod für kommende Generationen zu bewahren.
OZU STORIES Walking Tour, Ōzu, Präfektur Ehime
Preis: 16.000 Yen (~90 Euro, bei mehreren Teilnehmern sind Gruppenrabatte möglich)
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Kōbe – Historische Hafenstadt voller Vielfalt
Nach der Öffnung seines Hafens 1868 entwickelte sich Kōbe rasch zu einem der größten internationalen Handelshäfen Japans. Schon seit der Nara-Zeit (710–794) florierte die Stadt als Handelszentrum, doch erst nach der Meiji-Restauration wurde sie mehr als ein wichtiger Logistikstandort: Kōbe entwickelte sich zum Sinnbild internationaler Vielfalt und globaler Kultur. Eine besondere Rolle spielte dabei Kulinarik. Westlich geprägte Speisen wurden neben lokalen Spezialitäten wie Kōbe-Rind serviert. Bald folgten weitere Einflüsse: Jazz, Rock, Kino und Golf prägten das moderne Kōbe.
Diese vielschichtige Transformation vermittelt das Kobe Maritime Museum anhand historischer Objekte, Modelle, Videos, Grafiken und interaktiver Exponate. Im Museum befindet sich auch die Ausstellung “Kawasaki Good Times World”, die nach einer umfassenden Renovierung am 25. September 2026 wiedereröffnet wurde. Sie widmet sich der Geschichte und Technologie von Kawasaki Heavy Industries: Besucher können hier unter anderem echte Motorräder entdecken – darunter die in Europa und den USA beliebte “Ninja” – sowie Jetskis sehen und Fahrsimulatoren ausprobieren.
Kobe Maritime Museum, Kōbe, Präfektur Hyōgo
Preis: 900 Yen (~5 Euro) für Erwachsene, 400 Yen (~2,30 Euro) für Kinder
Kontakt: https://kobe-maritime-museum.com/
Burg Himeji – Ein bleibendes Zeugnis politischer Geschichte
Nach der Schlacht von Sekigahara 1600 wurde die Burg Himeji umfassend umgebaut. Bis heute steht sie als monumentales Zeugnis japanischer Herrschergeschichte. Nacheinander unterstand sie verschiedenen Herren des Himeji-Lehens, bis sie nach der Rückgabe der Herrschaftstitel 1869 in Staatsbesitz überging. 1951 wurde die Burg zum Nationalschatz erklärt, bevor sie 1993 als eine der ersten beiden Bauwerke des Landes überhaupt zum UNESCO-Weltkulturerbe erhoben wurde. Die erstaunlich gut erhaltene „Weiße Reiherburg“, wie sie auch genannt wird, erhebt sich als architektonisches Meisterwerk, das von außen fünf Stockwerken zeigt, im Inneren jedoch sieben Ebenen umfasst. Ihr weißer Putz soll als Brandschutz gedient haben. Viele ihrer Bauelemente sind heute grundlegend für das Verständnis der traditionellen japanischen Architektur.
Die umliegende Burgstadt, die sich rasch zum Handels- und Verkehrsknotenpunkt entwickelte, war besonders für die Herstellung von Sojasauce und Mirin bekannt. Entsprechend stolz ist die Region auf ihre lokale Küche. Besucher sollten Spezialitäten wie Himeji-Oden und Meeraal probieren. Ebenfalls sehenswert ist die Anlage Koko-en mit ihren neun Gärten vor der eindrucksvollen Kulisse der Burg Himeji.
Burg Himeji und Koko-en-Garten, Himeiji, Präfektur Hyōgo
Preis: 2.600 Yen (~14,50 Euro) Kombiticket für die Burg Himeji und den Koko-en-Garten
Anreise: Per Sanyo-Shinkansen vom Bahnhof Shin-Osaka nach Himeji (rund 30 Min.), weiter per Bus bis Haltestelle Otemon-mae, dann 5 Minuten Fußweg.
Kontakt: www.himejicastle.jp/en/
Burgstadt Hagi – In jahrhundertealte Geschichte eintauchen
Nach seiner Niederlage in der Schlacht von Sekigahara im Jahr 1600 ließ Fürst Mori Terumoto 1604 die Burg Hagi auf dem Berg Shizuki errichten. Obwohl die Burg später abgerissen wurde, erzählen ihre baulichen Überreste noch heute von ihrer Geschichte. Im Frühling wird das Gelände zum beliebten Ausflugsziel für das traditionelle Hanami, wenn rund 600 Somei-Yoshino-Kirschbäume in prachtvoller rosa Blüte stehen.
Rundherum ist die historische Burgstadt erhalten geblieben, sodass Besucher hier im buchstäblich durch die Geschichte spazieren können. Weiße Mauern säumen die alten Wege. Bei einer Rikschafahrt geht es vorbei an historischen Residenzen einst prägender Persönlichkeiten der japanischen Zeitgeschichte, wie Shinsaku Takasugi und Takayoshi Kido. Danach können Gäste im eleganten Kimono an einer traditionellen Teezeremonie teilnehmen – ein stimmungsvoller Abschluss einer Reise in die Vergangenheit.
Burgruine Hagi, Stadt Hagi, Präfektur Yamaguchi
Preis: 220 Yen (~1,25 Euro) für Erwachsene, 100 Yen (~0,55 Euro) für Kinder
Kontakt und weitere Informationen
Weitere Informationen zu diesen Erlebnissen finden Sie auf Setouchi Travel.
Über Setouchi DMO
Die Setouchi DMO (Destination Management Organization) ist eine öffentlich-private Initiative zur nachhaltigen Tourismusentwicklung in der Setouchi-Region im Westen Japans. Sie vereint sieben Präfekturen – Hyogo, Okayama, Hiroshima, Yamaguchi, Tokushima, Kagawa und Ehime – rund um das Seto-Binnenmeer. Mit über 700 Inseln, maritimer Atmosphäre, sanften Berglandschaften und reichem kulturellem Erbe bietet Setouchi eine außergewöhnliche Vielfalt. Die Region verbindet historische Tempel und Schreine, moderne Architektur, traditionelle Ryokans (japanische Gasthäuser), entspannende Onsen (heiße Quellen), lebendige Kunst- und Handwerkskultur sowie eine feine, regional verwurzelte Küche. Ziel der Setouchi DMO ist es, die Region durch den Aufbau einer starken Marke Setouchi als authentisches, nachhaltiges Reiseziel zu positionieren – mit strategischem Marketing, innovativer Produktentwicklung und enger Zusammenarbeit mit lokalen Partnern.
Über KLEBER GROUP
KLEBER GROUP ist eine international aufgestellte, integrierte Marketing- und Kommunikationsagentur mit über drei Jahrzehnten Erfahrung, spezialisiert auf Tourismus, Luxus und Lifestyle. Mit ihrem 360-Grad-Ansatz entwickelt die Agentur überzeugendes Storytelling, das Marken entlang der gesamten Customer Journey stärkt – in wirkungsvollen, datenorientierten Strategien, die direkt zu den Geschäftszielen der Kunden beitragen. Dazu zählen Strategie und Beratung, PR und Kommunikation, Repräsentation und Trade Marketing, Social Media, Influencer Marketing sowie Investor Relations. Das Portfolio wird durch CRM, Digital- und Affiliate-Marketing, Werbung und Media-Planung, MICE und Geschäftsreisen, Cross-Marketing und Broadcast sowie Nachhaltigkeit und ESG ergänzt. Mit Niederlassungen in Deutschland, der Schweiz, Österreich, Spanien, Polen, Großbritannien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Südafrika sowie Partnern auf allen fünf Kontinenten arbeitet KLEBER GROUP mit wichtigen Akteuren aus dem öffentlichen und privaten Sektor in aufstrebenden, etablierten und Luxusmärkten zusammen. Darüber hinaus erweitert die KLEBER GROUP ihr Angebot um innovative Services wie AI-Video und S-Buyer – ein strategisches Tool, das emotionale, verhaltensbezogene und symbolische Motive von Zielgruppen aufdeckt. Weitere Informationen: Webseite; LinkedIn
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