Während Europa in den Norden flüchtet, bleibt die Kanareninsel La Palma gelassen – dank der beständigen Passatwinde klettern die Temperaturen selten über 29 Grad. Entlang der vulkanischen Küste laden natürliche Meerwasserbecken, versteckte Badebuchten und ruhige Küstenorte zu entspannten Sommertagen ein.
La Palma/Frankfurt am Main, 09.06.2026 „Coolcation“ heißt der Reisetrend des Sommers: Skandinavien statt Mittelmeer, Fjord statt Freibad. Doch auf der „Isla Bonita“ gilt die Hitzeprämisse nicht. Der wilde Atlantik, die Passatwinde, das Wolkenmeer und die grünen Lorbeerwälder zwischen Vulkanlandschaften sorgen selbst im Hochsommer für ein angenehm mildes Klima. Die Insel zeigt eine Form des Reisens, die stark vom unmittelbaren Erleben der Natur geprägt ist – ursprünglich, angenehm ruhig und weit ab vom Massentourismus.
Die Natur-Spas der Insel: Charcos aus vulkanischem Gestein
Prägend für die Küste La Palmas sind die sogenannten Charcos – natürliche Meerwasserbecken vulkanischen Ursprungs, die direkt in die Lavaküste eingelassen sind. Das Rauschen des Atlantiks, schwarzes Basaltgestein, ruhiges Wasser: Die Inselbewohner nennen sie Natur-Spas.
Zu den bekanntesten zählt der Charco Azul in San Andrés y Sauces im Nordosten der Insel. Zwischen dunklen Felsformationen ist hier ein geschütztes Naturbecken mit türkisfarbenem Wasser entstanden, eingerahmt von Bananenplantagen und Atlantikküste. Sonnendecks und kleine Ruhebereiche fügen sich zurückhaltend in die Landschaft ein.
Besonders hervorzuheben ist auch die Fuente Santa im Süden La Palmas. Die sagenumwobene Heilquelle bei Fuencaliente galt jahrzehntelang als verschollen und wurde erst im Jahr 2005 nahe der Playa de Echentive wiederentdeckt. Das Baden in dem rund 34 Grad warmen Mineralwasser zählt heute zu den außergewöhnlichsten Naturerlebnissen der Insel.
Schwarze Sandstrände und versteckte Badebuchten
Auch die meisten Strände auf La Palma wirken eher wie ideale Naturkulissen als klassiche Strände. Schwarzer Vulkansand, steile Felswände und kleine Badebuchten bestimmen das Bild.
Besonders eindrucksvoll zeigt sich dies an der Playa de Nogales in Puntallana: Der Strand liegt unterhalb hoher Klippen und ist nur zu Fuß erreichbar. Dunkel glitzender Lavasand, die rollenden Wellen und die Wildheit der Küste verleihen dem Ort eine filmische Atmosphäre.
Ruhiger wirkt dagegen die kleine Bucht Charco Verde, wo die Wellen zwischen den Felsen an Dramatik verlieren. Die Playa La Zamora im Westen der Insel gehört zu den stillsten Orten der Küste – vor allem bei Sonnenuntergang.
Kleine Küstenorte, eigener Rhythmus
Zwischen den Badeplätzen liegen entlang der Küste immer wieder kleine Orte, in denen der Sommer spürbar langsamer verläuft. In La Salemera im Südosten der Insel treffen Fischerboote auf vulkanische Felsen und natürliche Badeplätze direkt am Meer. Ähnlich ursprünglich wirkt Puerto Paja in Puntallana – ein abgelegener Küstenabschnitt, an dem Atlantik, Lavaküste und Ruhe die Landschaft bestimmen.
Der Coolcation-Trend sucht Alternativen zur sommerlichen Überhitzung und überlaufenen Stränden – und übersieht dabei eine, die näherliegt, als man denkt: La Palma bietet ein Klima, das auch im Hochsommer angenehm bleibt, und eine Küste, die mit den charakteristischen Charcos, den schwarzen Sandstränden und versteckten Badebuchten eine ganz eigene Form der Abkühlung bereithält.
Über La Palma
La Palma, auch bekannt als „la isla bonita“ (die schöne Insel), ist mit ihren 88.000 Einwohnern und 708 km2 Fläche die fünftgrößte und grünste Insel des kanarischen Archipels. Von üppigen Wäldern bis hin zu steilen Klippen, hinter denen sich Strände mit schwarzem Sand verbergen, überrascht die Insel ihre Besucher mit ihren ökologischen Schätzen und ihrer außergewöhnlichen Landschaft. La Palma wurde 2002 als erste Kanarische Insel zum Biosphärenreservat erklärt. Die Insel verfügt über eine Vielzahl geschützter Naturräume und im Landesinneren befindet sich der Nationalpark Caldera de Taburiente. Die bis ins Meer reichende Lava hat eine niedrige, felsige Küste mit kleinen, zwischen steilen Klippen versteckten Buchten geschaffen. Aufgrund ihrer großen Höhe im Verhältnis zu ihrer geringen Fläche gilt La Palma als eine der höchstgelegenen Inseln der Welt. Die Insel verfügt über hohe Berge wie den Roque de los Muchachos, der dank des modernen Observatoriums, das über eines der modernsten und spektakulärsten Teleskope der Welt verfügt, ein weltweiter Bezugspunkt für die Astrophysik ist.
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